Die Johannespassion im Gottesdienst

In den wesentlichen Zügen entspricht die Johannespassion den anderen Evangelien. Allerdings gibt es auch Abweichungen, die der theologischen Intention des Evangelisten Johannes zuzuschreiben sind: Das Ringen Jesu im Gebet, der Kuss des Judas, die Frage des Hohepriesters nach dem Messiasanspruch Jesu, das ausführliche Gespräch/Verhör mit Pontius Pilatus, die Erwähnung der Menschen unter dem Kreuz.

Herrlichkeit bzw. Verherrlichung ist der Begriff, der sich wie ein roter Faden durch das Evangelium zieht. Es ist der gefüllte Begriff für die vollkommene Klarheit und Heilskraft Gottes. Wer an Gottes Herrlichkeit teilhat, hat an Gott selbst teil. Die Verherrlichung Jesu, die er als Vollendung seines ihm aufgetragenen Weges erbittet, ist die Rückkehr in die uranfängliche Nähe zu Gott. Es ist die Vollendung seiner irdischen Sendung. Und so erscheint Jesus in dem johanneischen Passionsbericht durchweg als der Überlegene, der durch alle ihm zugefügten Schmerzen unbetroffen hindurchschreitet.

J.-S. Bach hat diesen Passionsbericht in fünf Akte gegliedert: Den Verrat und die Gefangennahme (Kap.18, 1-11), die Verleugnung des Petrus (Kap.18,15-27), das Verhör und die Verurteilung durch Pontius Pilatus (Kap.18, 28-19, 16), im Schatten des Kreuzes (19, 17-30) und das Begräbnis (19, 31-42). Die vier Gottesdienste am 15.3. / 22.3. / 29.3. und 3.4. folgen diesen Schwerpunkten und den damit verbundenen Fragestellungen und sind musikalisch auf die szenische Darstellung der Johannespassion ausgerichtet.

Holger Gifhorn

Termine der Gottesdienste

Sonntags, 10 Uhr

15. März 2015
Wie lernt man Hoffnung?
Superintendent Schmidt

22. März 2015
Wie verletzlich ist der Mensch?
Pastorin Uhlmann

29. März 2015 - Palmarum
.... und macht uns frei!
Pastor Gifhorn

3. April 2015
Erhebt Eure Häupter!
Pastor Dr. Goldenstein

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